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Achselnässe – Achselschweiß (Axilliäre Hyperhidrose)

Eigentlich ist das Schwitzen unter den Achseln ganz normal. Gerade bei heißen Temperaturen und sportlichen Aktivitäten bilden sich schnell Schweißflecken unter den Armen. Bei etwa 1% der Bevölkerung ist die Schweißproduktion jedoch in einer derartigen Weise übermäßig stark ausgeprägt, dass sie sich zu einem praktischen und auch gesellschaftlichen Problem auswachsen kann.

Die Schweißringe unter den Achseln, die durch starkes Schwitzen entstehen, können dem Betroffenen in vielen Situationen sehr unangenehm sein. Nicht nur die Situation am Arbeitsplatz, Freizeitaktivitäten und der Alltag, sondern vor allem auch zwischenmenschliche Beziehungen leiden unter dieser Krankheit. Die soziale Beeinträchtigung, die durch extremen Achselschweiß hervorgerufen wird, kann enorme Ausmaße annehmen und den Betroffenen sehr belasten.

Ein weiterer Nebeneffekt: Von axillärer Hyperhidrose betroffene Menschen sind auch bei der Kleiderwahl im Bezug auf Farbtöne und Stoffe eingeschränkt. Zu bevorzugen sind leichte Stoffe, die locker sitzen, das Farbspektrum sollte entweder sehr hell oder schwarz sein, um die Schweißflecken nach Möglichkeit zu verbergen. In extremen Fällen ist die Schweißbildung so stark, dass die Kleidung mehrmals täglich gewechselt werden muss.

Worin liegt übermäßiger Achselschweiß begründet? (Axillären Hyperhidrose)

Ursache des starken Schwitzens unter den Achseln sind hyperaktive Schweißdrüsen. Meist ist die Ursache genetischer Natur und wird von einer Generation an die andere vererbt.

Andere Gründe für starkes Schwitzen unter den Achseln können sein:

  • mangelnde Hygiene
  • ungesunde Ernährung
  • einengende Kleidungsstücke oder Kleidung aus synthetischen Materialien
  • Stress
  • Angst
  • emotionale Probleme
  • Störungen des Hormonhaushalts
  • Adipositas

Wie kann man Achselschweiß verhindern?

Häufiges Duschen sowie das Reinigen des Achselbereichs helfen, die Schweißbildung zu hemmen und unterdrücken die Bakterienbildung, durch die der unangenehme Geruch des Achselschweißes entsteht. Auch Lebensmittel wie scharfe Gewürze, die die Schweißbildung begünstigen, sollten gemieden werden. Was die Kleidung betrifft, sollte man locker sitzende Stoffe wählen und synthetische Materialien absolut meiden.

Folgende Produkte und Behandlungsmethoden helfen, die übermäßige Produktion von Achselschweiß zu lindern:

Antitranspirante – Achselschweiß verhindern

Antitranspirante (mit dem Wirkstoff Aluminiumchlorid) verkleinern oder verstopfen die Poren der Schweißdrüsen und dämmen so die Schweißbildung um 20 bis 60% ein.

Iontophorese gegen Achselnässe

Bei dieser Methode setzt man die Achselhöhlen für 15-20 Minuten einem pulsierenden Gleichstrom, dessen Stärke variierbar ist, aus. Benötigt werden ein Iontophoresegerät sowie speziell für die Behandlung von Achselschweiß entwickelte Elektroden. Diese werden in dicken, angenehmen Schwammtaschen geliefert.

Alternative Methoden – Achselschweiß verhindern

Vor allem oberflächlich angewendet sind Cremes, Tinkturen und Lotionen sowie in den meisten Fällen auf Salbei basierende Kräuterbehandlungen, wie etwa Tees oder Salbeikapseln eine wirksame Methode, übermäßigen Achselschweiß zu bekämpfen. Auch Akupunktur und Akupressur erzielen häufig gute Erfolge.

Botulinumtoxin gegen starkes Schwitzen unter den Achseln

Bei einer Botulinumtoxinbehandlung, die als sehr erfolgreich gilt, verhindert das injizierte Botulinum-Gift, die Abgabe des Botenstoffes Acetylcholin. Dadurch wird die Nervenleitung zu den Schweißdrüsen über einen begrenzten Zeitraum blockiert und so die Schweißproduktion gehemmt.

Achselsaugküretage

Bei dieser Behandlung werden im Rahmen einer kleinen Operation die Nervenenden, die in den Schweißdrüsen münden, durchtrennt.

Sympathikusblockade gegen Achselnässe

Während dieser Operation werden relevante Nerventeile blockiert, um so starkes Schwitzen unter den Achseln zu unterdrücken.